Der Mighty und der Ghost MV1 sind beides Luxus-Vaporizer, die Dampf der Qualität eines Tischmodells in einem tragbaren Gerät bieten. Sie sind nach wie vor Benchmark-Geräte in Bezug auf Sanftheit, Geschmack, Wirksamkeit und Menge des Dampfes und kosten etwa gleich viel. Beide Geräte sind ziemlich sperrig und könnten zu Recht als „kabellose Heimmodelle“ bezeichnet werden: leicht transportierbar, aber nicht unbedingt einfach, immer bei sich zu haben. In Bezug auf Funktionalität und Designphilosophie könnten der Mighty und der Ghost MV1 allerdings nicht unterschiedlicher sein. Wenn Sie auf der Suche sind nach einem Kräutervaporizer, der die Leistung eines Tischmodells besitzt, wird Sie keines dieser Geräte im Stich lassen. Um sich für das Modell zu entscheiden, das den Bedürfnissen am ehesten entspricht, benötigt man allerdings mehr Informationen als diese relativ allgemeine Feststellung. Und da kommen wir ins Spiel.

Ghost MV1 vs. Mighty: Performance

Konvektion ist der Schlüssel

Sowohl der Mighty als auch der Ghost MV1 sind tragbare Vaporizer, die auf der Konvektionsheizmethode basieren. Kühle Luft wird angesaugt, strömt entlang einer beheizten Spule und tritt in die Kammer ein, bevor sie in der Kühleinheit wieder abgekühlt wird. Der Mighty ist eigentlich ein hybrider Konduktions/Konvektions-Vape, bei dem auch die Wände der Kammer erwärmt werden. Das bedeutet, dass die Kräuter weiterhin erhitzt werden, obwohl man nicht inhaliert. Der Ghost MV1 hingegen ist ein reines Konvektions- und On-Demand-System, das nur dann Wärme liefert, wenn man diese benötigt. On-Demand Konvektionsheizung ist insofern überlegen, als dass die Kräuter gleichmässig erwärmt werden, kein Rühren während der Session erforderlich ist und ein sehr nuanciertes Geschmacksprofil erzeugt wird.

Beispiellose Dampfqualität

Beide Geräte sind absolute Meister der Aromen. Trotz seines teilweise aus (lebensmittelechtem) Kunststoff bestehenden Luftweges und Mundstücks besitzt der vom Mighty erzeugte Dampf einen unverfälschten Geschmack und ist definitiv gleichwertig mit dem Dampf des Ghost MV1, der entlang eines Luftweges aus Stahl-Keramik-Glas verläuft. Darüber hinaus ermöglicht die geräumige Kammer und die vollständige Temperaturkontrolle des Mighty eine leicht optimierbare Session, während der Ghost eine App benötigt, um den gleichen regelmässigen Temperaturaufbau zu erreichen. Obwohl der Mighty teilweise auf Konduktion zurückgreift, was zu ungleichmässiger Erhitzung der Kräuter und somit zu einem einheitlichen Geschmack während der gesamten Session führen kann, ist das Aroma einfach hervorragend.

Menge und Sanftheit des Dampfes

Bei höheren Temperaturen erzeugen die hybride Konvektions-/Konduktionslösung, der niedrige Zugwiderstand und die grosse Kammer des Mighty wirklich befriedigende Dampfwolken. Die reine Konvektion des Ghost sorgt dafür, dass die Kräuter bei längeren, anhaltenden Sitzungen nicht verschwendet werden. Üppige Dampfmengen mit dem Mighty zu erzielen, wird durch den unvermeidlichen Temperaturabfall etwas eingeschränkt und jeder muss seinen eigenen Sweet Spot herausfinden. Der elektronisch fortgeschrittenere Ghost MV1 gibt ein haptisches Feedback ab, das darüber informiert, wenn man die Heizleistung des Geräts übertrifft. Die „Kühleinheit“ im Mighty ist nichts anderes als ein verlängerter Luftweg mit Kunststofflamellen und funktioniert absolut einwandfrei. Der etwas raffinierter Ghost ist mit einer sehr effizienten Keramik-Kühleinheit und einem ausziehbaren Mundstück ausgestattet, wodurch man sich zwischen kühlerem Dampf oder grösseren Hits entscheiden kann. Das Gerät zeichnet sich dadurch aus, dass es starke, zufriedenstellende Hits produziert und man sollten keine Angst haben, den Ghost auf Höchsttemperatur zu bringen. Beide Geräte sind in der Lage, wirklich dichten Dampf zu erzeugen, der in kürzester Zeit alles aus den Kräutern herausholt.

Die Batterie macht den Unterschied aus

Der Mighty ist mit zwei integrierten 18650 Batterien ausgestattet, die in etwas mehr als zwei Stunden mittels Ladegerät vollständig geladen werden können (kein USB-Laden möglich mit dem Mighty). Diese Doppelbatterien reichen bei mittleren bis hohen Temperaturen etwa 90 Minuten (die 2018 Version des Mighty bietet 20% mehr Akkulaufzeit). Da der Ghost MV1 ausschliesslich mit Konvektion arbeitet, kann die Akkulaufzeit nur in Zügen gemessen werden: Bei einem stufenweisen Temperaturanstieg kann man etwa 50 bis 60 Züge, verteilt auf mehrere Sessions, nehmen. Das ist wirklich nicht schlecht. Ein grosses Plus des Ghost MV1 ist sein herausnehmbarer, speziell entwickelter Akku, der mit einem Schnellladegerät in weniger als zwei Stunden aufgeladen werden kann (anstelle der satten acht Stunden mittels USB-Kabel im Gerät selbst). So kann man einfach Ersatzakkus griffbereit halten oder einen Akku ersetzen, wenn er bereits dem Ende zugeht. Abgesehen davon bietet der Mighty die Option das Gerät während des Ladevorgangs zu verwenden, während genau das beim Ghost fehlt: Kein gleichzeitiges Laden und Verdampfen.

Ghost MV1 vs. Mighty: Verarbeitungsqualität

Aussehen ist nicht alles

Es gibt keinen Bereich, in dem der Mighty und der Ghost stärker kontrastieren. Der Mighty ist pechschwarz, aus Plastik, robust und auf seine schöne Art hässlich. Der Ghost hat einen wunderschönen Look, ein glänzendes Gehäuse aus Metalllegierung, das in verschiedenen Farben erhältlich ist, und ist ergonomisch geformt. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.

Solide gebaut

Trotz des radikal unterschiedlichen Einsatzes von Materialien haben beide Geräte ein beruhigendes Gewicht. Das Vollkunststoffgehäuse des Mighty verbirgt die Tatsache, dass das Gerät eigentlich sehr gut konstruiert ist und wahrscheinlich einiges aushält. Der Ghost besitzt mehr abnehmbare Teile, von denen jeder mit absoluter Präzision maschinell gefertigt zu sein scheint. Die empfindliche Elektronik des Geräts ist wahrscheinlich nicht in der Lage, leichte Unfälle zu überstehen, weshalb der Ghost mit grösster Sorgfalt behandelt werden sollte.

Ghost MV1 vs. Mighty: Benutzerfreundlichkeit

Schnickschnack

Der unkomplizierte Look des Mighty verbirgt beinahe seine einfache, aber äusserst zuverlässige Funktionalität. Mit dem Einschaltknopf und zwei Tasten kann die Temperatur stufenweise um ein Grad verändert werden. Füllen, einschalten, Temperatur und Akkulaufzeit auf dem LED-Bildschirm überprüfen und dann einfach nach Belieben inhalieren. Der Ghost hingegen hat eine gewisse Lernkurve, da nur eine einzige Taste das Ein-/Ausschalten, die Temperaturvoreinstellungen und die Akkulaufzeitanzeige bedient, während 6 farbige LEDs alle Informationen lieferm. Dieses Gerät ist definitiv gewöhnungsbedürftig.

Temperaturkontrolle

Der Mighty bietet vollständige Kontrolle über die Temperatur zwischen 40°C und 210°C auf Knopfdruck. Der Ghost besitzt drei Voreinstellungen für Kräuter (170°C, 185°C und 200°C), eine Stufe für Konzentrate und zwei individuell veränderbare Einstellungen für Kräuter. Zwischen diesen Einstellungen zu wechseln dauert nur wenige Sekunden. Mit einer App wird ausserdem für vollständige Temperaturkontrolle gesorgt. Ein kleiner Nachteil des Mighty ist, dass er auf kleine Temperaturschwankungen angewiesen ist, um eingeschaltet zu bleiben (dadurch soll kontrolliert werden, ob das Gerät gerade benutzt wird). Dieses Rückmeldesystem funktioniert nicht immer perfekt, so dass sich der Mighty von Zeit zu Zeit unerwartet ausschaltet.

Füllen

Der Mighty wird mit einem Grinder und einer praktischen, trichterförmigen Füllhilfe geliefert, die am Gerät befestigt werden kann. Das Füllen des Mighty ist daher ein Kinderspiel. Die kleineren und herausnehmbaren Keramiktiegel des Ghost werden mit einem Metalldeckel geliefert und es kann manchmal etwas knifflig sein, sie wieder in das Gerät einzusetzen.

ghost vs mighty review

Ghost MV1 vs. Mighty: Pflege und Zubehör

Die Pflege ist simpel

Die Reinigung beider Geräte ist relativ problemlos und beinhaltet hauptsächlich das Abnehmen der Kühleinheit und das Einweichen in Isopropylalkohol. Die Dichtungsringe des Mighty sind sehr langlebig und müssen nur selten ausgetauscht werden (Ersatzteile sind im Lieferumfang enthalten). Der Ghost wird mit einem Ersatztiegel und zugehörigem Deckel geliefert. Sowohl der Ghost als auch der Mighty haben eine 2-jährige Garantie durch den Hersteller.

Zubehör

Der Mighty braucht wirklich einen Ständer, da er von alleine nicht fähig ist aufrecht zu stehen (ein kleiner Flüchtigkeitsfehler des legendären Herstellers Storz & Bickel). Beim Ghost bedarf es eines Schnellladegeräts und eines zusätzlichen Akkus, wenn man lange Vape-Nächte mit Freunden plant. Konzentratkissen sind für beide Geräte erhältlich. Der Mighty wird mit einer Bürste zum Reinigen seiner Kammer, einem Plastik-Grinder, einer Dosierkapsel und einer trichterförmigen Füllhilfe geliefert. Das Gerät selbst kann mit einem Wasserpfeifenadapter ausgestattet und mit einem Füllset mit Dosierkapseln und einem Stössel erweitert werden. Als Erweiterung für den Ghost MV1 gibt es einen Tiegelspender, der mit fünf Tiegeln geliefert wird.

ghost vs mighty review

Ghost MV1 vs. Mighty: Pros & Cons des Mighty

Mighty Pros

- Stabiles und robustes Aussehen, exzellente Verarbeitungsqualität
- Reines Aroma, kühler und angenehmer Dampf
- Regelmässig dichte Dampfwolken bei hohen Temperaturen
- Hybrid Konduktions/Konvektionserhitzung
- Vollständige Temperaturkontrolle
- Verwendung während des Ladevorgangs

Mighty Cons

- Braucht einen Ständer
- Kein USB-Laden
- In das Gerät eingebaute Batterien

Ghost MV1 vs. Mighty: Pros & Cons des Ghost MV1

Ghost MV1 Pros

- Eine echte Perle, exzellente Verarbeitungsqualität
- On-Demand Konvektionserhitzung
- Reines Aroma, wirklich nuanciertes Geschmacksprofil, kühler und angenehmer Dampf
- Massive Hits bei höheren Temperaturen
- Haptisches Feedback zeigt Zugdauer an
- Abnehmbarer Akku

Ghost MV1 Cons

- Muss mit grosser Sorgfalt behandelt werden
- App notwendig für vollständige Temperaturkontrolle
- Akku braucht ohne Schnellladegerät sehr lange zum Aufladen

Ghost MV1 vs. Mighty: Für wen sind sie geeignet?

Beide Geräte sind für Benutzer gedacht, die auf der Suche sind nach einem tragbaren Vaporizer, dessen Erfahrung einem Tischmodell gleicht. Sowohl beim Mighty als auch beim Ghost MV1 ist es meisterhaft gelungen, das Verdampfen mit einem Tischmodell nachzuahmen, und das hätte nicht erreicht werden können, ohne bei der Grösse Abstriche zu machen. Beide Geräte sind zwar tragbar, aber in keiner Weise dazu gedacht, sie immer dabei zu haben. Man kann sie auf eine Party, auf Reisen zur Arbeit (erst mit dem Arbeitgeber abklären) mitnehmen, sollte aber nicht erwarten, dass eines dieser Geräte in die Hosentasche passt. Beide sind in Bezug auf das Laden etwas eingeschränkt, da man für den Ghost MV1 ein Schnellladegerät für den längeren Gebrauch benötigt und dieser nicht während des Ladevorgangs verwendet werden kann, während Mighty durch die integrierten Doppelbatterien und die reine Steckdosenladung eingeschränkt ist. Allerdings werden Aromaliebhaber und Wolkenjäger mit der Leistung beider Vaporizer einfach überglücklich sein.

Ghost MV1 vs. Mighty: Das Urteil

Die Wahl zwischen diesen beiden Biestern ist keine leichte Aufgabe. Obwohl der Ghost und der Mighty beides „kabellose Luxus-Heimvapes“ sind, die zu etwa dem gleichen Preis verkauft werden, haben sie unterschiedliche Stärken und Schwächen. In Bezug auf die Dampfqualität und das Geschmacksprofil leisten sowohl Ghost als auch Mighty überdurchschnittliches, und ein Vergleich wäre Haarspalterei. Mit seinem austauschbaren und extern wiederaufladbaren Akku übertrifft der Ghost den Mighty, wenn er mit dem Schnellladegerät ausgestattet ist. Der Ghost hat eine Lernkurve, benötigt eine App für die vollständige Temperaturregelung und ist stark von empfindlicher Elektronik und Programmierung abhängig. Im Gegensatz dazu hat der Mighty ein einfaches Interface und wird wahrscheinlich die Belastung der meisten gefährlichen Umgebungsbedingungen überstehen. Einfach ausgedrückt: Wenn Sie auf robust, einfach und zuverlässig stehen, holen Sie sich den Mighty. Wenn Sie luxuriös, delikat und wirklich fortschrittlich bevorzugen, sollten Sie sich für den Ghost entscheiden. Noch einfacher: Wenn Sie Hunde mögen, entscheiden Sie sich für den Mighty, wenn Sie Katzen mögen, kaufen Sie den Ghost. Oder geht das jetzt zu weit?

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